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Mein Wahlkreis

 

Der Landtagswahlkreis 4 (Havelland III/Ostprignitz-Ruppin III) umfasst die Städte Rathenow, Premnitz, die Gemeinden Milower Land und Wusterhausen (Dosse) sowie die Ämter Rhinow und Neustadt (Dosse). Er erstreckt sich in Westbrandenburg entlang der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und ist landschaftlich geprägt von den Flussläufen von Havel und Dosse. Mit dem Naturpark Westhavelland befindet sich hier das weitläufigste Großschutzgebiet Brandenburgs auf einer Fläche von 1.315 Quadratkilometern.  

 

In meiner Geburtsstadt Rathenow hob Pfarrer Johann Heinrich August Duncker mit der Gründung einer optischen Industrieanstalt im Jahr 1801 die Optische Industrie Deutschlands aus der Taufe. So ist es kein Wunder, dass die Entwicklung dieses Industriezweiges unzertrennlich mit der jüngeren Stadtgeschichte einherging. Zu DDR-Zeiten waren bis zu ca. 4 500  Beschäftigte in der Optik tätig. Sie produzierten u.a. Brillengläser, Brillenfassungen sowie Mikroskope. Auch nach den gesellschaftlichen Veränderungen im Jahr 1989 blieb die Optik-Branche mit über 1200 Arbeitsplätzen in ca. 20 Unternehmen ein bestimmender Wirtschaftsfaktor in der havelländischen Kreisstadt. So trägt Rathenow auch heute zu Recht den Beinamen „Stadt der Optik“. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Optikpark.

Einen positiven Entwicklungsschub nahm die Stadt nicht zuletzt als Gastgeberin der Landesgartenschau 2006 und Mitveranstalterin der Bundesgartenschau 2015. Das Stadtbild wurde stark verbessert und die umfangreichen Investitionen in die touristische und Verkehrsinfrastruktur haben die Zukunftschancen nachhaltig gestärkt.

Auch wenn heute mein Schreibtisch und mein Bett in der Landeshauptstadt Potsdam stehen, bin ich nach wie vor in der Region bestens vernetzt und in Rathenow zu Hause.

Einen kaum vorstellbaren Strukturwandel hat die Stadt Premnitz seit 1990 vollzogen. Im damaligen Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ waren rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Nach einem schmerzhaften Umstrukturierungsprozess  gibt die Entwicklung im Premnitzer Industriepark inzwischen wieder Hoffnung. Hier arbeiten heute rund 1.500 Menschen in den Branchen Kunststoffproduktion, Recycling und Energiewirtschaft. Weitere Ansiedlungen sind geplant. Trotz einer Einwohnerzahl von nur knapp 9000 Menschen gehört der TSV Chemie Premnitz zu den mitgliederstärksten Sportvereinen des Landes Brandenburg. Sportliches Aushängeschild ist zweifellos das Bowling-Bundesliga-Team.

 Die Gemeinde Milower Land mit ihren 4.300 Einwohnerinnen und Einwohnern besteht aus zehn Ortsteilen. Das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde bilden Handwerksbetriebe, Landwirtschaft und touristische Dienstleister. Über die Grenzen der Region bekannt und beliebt ist die Jugendherberge „Carl Bolle“ in Milow.  Auch das bürgerschaftliche Engagement spielt in der Gemeinde eine wichtige Rolle. Das belegen u.a. über 50 Vereine, sowie ein Jugendparlament und der Seniorenbeirat.

 

Das Amt Rhinow ist ländlich geprägt. Dennoch bietet es eine Vielzahl Anziehungspunkte für Besucher aus Nah und Fern. Im Museum „Kolonistenhof“ Großderschau  wird die Urbarmachung und Besiedlung des Rhinluchs und Dossebruchs im 17. und 18. Jahrhundert anschaulich dargestellt.

Das „Otto-Lilienthal-Centrum“ in Stölln gibt Auskunft über das Leben und Wirken des Flugpioniers, der am Gollenberg seine Flugversuche unternahm und hier am 9. August 1896 abstürzte und einen Tag später in Berlin seinen schweren Verletzungen erlag. Am Fuße des Gollenbergs landete 1989 eine IL 62 der DDR-Fluggesellschaft Interflug. Das stillgelegte Flugzeug beherbergt seitdem ein Standesamt.

Die Region um Gülpe und Parey wurde im Jahr 2014 zum ersten  Sternenpark in Deutschland ernannt. Nachts ist er einer der dunkelsten Orte Deutschlands, von dem aus man Sterne und andere Himmelskörper bestens beobachten kann. Der Westhavelländische Astrotreff ist inzwischen ein Anziehungsmagnet für Astronomen und naturinteressierte Touristen.

 

Das Amt Neustadt/Dosse liegt umfasst sechs Gemeinden. Bei Pferdeliebhabern in der ganzen Welt hat sich die  Dosse-Stadt einen Namen gemacht. Den Grundstein dafür legte Preußenkönig Friedrich Wilhelm II.  im Jahr 1788 mit der Errichtung eines Gestüts. Heute ist das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt eine Stiftung des Öffentlichen Rechts und ein touristischer Leuchtturm in der Region. Es gehört als Kooperationspartner auch zum bundesweit einzigartigen Projekt „Reiten in der Schule“, das an der Neustädter Gesamtschule „Prinz-von-Homburg“ auf dem Stundenplan steht.

Die Gemeinde Wusterhausen/Dosse ist ein Zusammenschluss der Stadt Wusterhausen und  21 Ortsteilen. Auf einer Fläche von 200 Quadratkilometern leben hier rund 6 000 Einwohner. Aufgrund der großen Wälder und Wasserflächen in der Gemeindegemarkung ist Wusterhausen mit seinen Ortsteilen ein beliebtes Ausflugsziel. Insbesondere die Campingplätze an den Ufern der idyllisch gelegenen Seen  sind sehr reizvoll.