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MdL Görke besuchte Wohnungsunternehmen in Premnitz, Wusterhausen und Friesack

Am Donnerstag setzte der Landtagsabgeordnete Christian Görke im Rahmen seiner Sommertour die Besuche bei Wohnungsunternehmen in seinem Wahlkreis fort. Zunächst führte er ein Arbeitsgespräch mit dem neuen Geschäftsführer der Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft, Heiko Ebers, seinem Vorgänger Dietmar Kästner und dem Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling als Gesellschafter der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft.

Als die PWG 1991 gegründet wurde, gehörten rund  1700 Wohnungen zu ihrem Bestand. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen 550 Wohnungen abgerissen und 172 Wohneinheiten dazu gekauft. Aktuell umfasst der Bestand ca. 1400 Wohnungen. Bürgermeister Tebling ist mit der Entwicklung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft sehr zufrieden. Die PWG hat den Großteil ihrer Altschulden bereits tilgen können. Nur für so genannte Wende-Zeit-Wohnungen beträgt die jährliche Zinslast rund 29 000 Euro. Das sind Quartiere, deren Bau noch zu DDR-Zeiten begonnen hat und die erst nach der Vereinigung Deutschlands fertiggestellt wurden. Dafür war das Unternehmen mit 4,5 Millionen Euro Altschulden belastet. Christian Görke betonte, dass ein grundsätzlicher Altschulden-Erlass überfällig sei. Er unterstütze die aktuelle Debatte auf  Bundesebene und hoffe, dass aufgrund der Bundestagswahl im kommenden Jahr eine abschließende Lösung gefunden werde. Der scheidende Geschäftsführer Dietmar Kästner sprach sich aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen für ein Nachjustieren der Wohnungsbauförderung aus. Einen Mietpreisdeckel und langjährige Belegungsbindungen seien in ländlichen Regionen Brandenburgs nicht notwendig.

In Regionen, wie Premnitz, sei die Einwohnerzahl rückläufig, was für moderate Preise auf dem Wohnungsmarkt sorge. Das Mietpreisniveau der PWG-Wohnungen liegt zwischen 4 und 5,30 Euro pro Quadratmeter. Neu errichtete Wohnungen werden für durchschnittlich 7 Euro pro Quadratmeter vermietet .Damit seien die Wohnungen auch für Menschen bezahlbar, die Sozialleistungen beziehen. Aktuell plant die PWG einen Neubau in der Heinrich-Heine-Straße. Hier soll ein Wohnhaus mit zwölf Wohneinheiten errichtet werden. Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Die zweite Station war Wusterhausen. Altschulden und Wohnungsleerstand sind die beiden größten Herausforderungen für die dortige Wohnungsbaugesellschaft. Das erfuhr Christian Görke beim Arbeitsgespräch mit Geschäftsführerin Anette Kleinke und Philipp Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Wusterhausen. Von den insgesamt 537 WWB-Wohnungen befinden sich ca. 360 in der Stadt Wusterhausen. Hier ist der Leerstand eher gering und viele Wohnungen bereits modernisiert. Anders sieht es in den Dörfern aus, die zur Gemeinde Wusterhausen zählen. Zudem sind die Ortsteile oftmals nur per Schulbus mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Dadurch ist der dortige Wohnungsbestand nur schwer zu vermieten. Auch belasten Altschulden das kommunale Wohnungsunternehmen. Der jährliche Schuldendienst beträgt rund 175 000 Euro. Allein dafür könnte man jährlich 6 bis 8 Wohneinheiten zusätzlich modernisieren, so die Geschäftsführerin. Insbesondere die Ausstattung mit Aufzügen von kleineren Wohnhäusern mit sechs oder acht Wohnungen stellt die WWB vor Probleme. Sowohl die Investitionskosten als auch die Betriebskosten des Aufzuges lassen sich kaum wirtschaftlich darstellen. Allein für die Umlage der Betriebskosten des Fahrstuhls pro Monat müssten die Mieter ca. 50 Euro pro Wohneinheit zahlen. Eine Summe, die nicht realistisch ist. „Deshalb plädiere ich dafür, ein Aufzug-Programm für Wohnungsmodernisierungen im ländlichen Raum aufzulegen. Das wäre eine bedarfsorientierte Förderung und würde die Wohnungen seniorengerecht machen“, so der Landtagsabgeordnete.

Zum Abschluss der Tagestour durch seinen Wahlkreis traf der Linkspolitiker die neue Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Friesack, Alexandra Schwabe. Die WGF-Chefin hat sich zum Ziel gesetzt, den Wohnungsbestand zu erhalten und zu modernisieren. Wichtig ist ihr dabei, dass die Mieten für  Menschen im ländlichen Raum bezahlbar bleiben. Das Besondere am Wohnungsbestand der WGF ist, dass sich die insgesamt 230 Wohnungen in 54 verschiedenen Objekten befinden. Dies wirtschaftlich unter einen Hut zu bekommen, sei nicht einfach. Gegenwärtig saniert das kommunale Wohnungsunternehmen sechs Wohnungen in der Berliner Straße im Zentrum der Fliederstadt. Die Wohnungen werden modernisiert und barrierefrei hergerichtet.

Foto PWG: v.l.n.r.: Christian Görke, Bürgermeister Ralf Tebling, Dietmar Kästner (bisheriger PWG-Geschäftsführer) und Heiko Ebers (neuer PWG-Chef)

Foto: WWB: v.l.n.r.: WWB-Geschäftsführerin Anette Kleinke, Christian Görke und Philipp Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Wusterhausen

Foto: WGF: Christian Görke mit der neuen Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Friesack, Alexandra Schwabe


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